Ratgeber Technik

Hausnotruf ohne Festnetz und Internet: So funktioniert der Anschluss

Auch ohne eigenen Telefonanschluss oder WLAN ist ein Hausnotruf mit eingebauter SIM-Karte möglich. Ein paar Dinge müssen trotzdem stimmen: Strom am richtigen Platz und Mobilfunkempfang genau dort, wo das Gerät später steht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Hausnotruf mit eingebauter SIM-Karte braucht weder einen eigenen Festnetzanschluss noch WLAN.
  • Nötig bleiben eine geeignete Steckdose am Aufstellort und Mobilfunkempfang genau an diesem Platz.
  • Dass das eigene Handy dort Empfang hat, ist ein Hinweis, aber kein Beweis für das Notrufgerät.
  • Eine stationäre Basisstation mit SIM funktioniert nur zuhause. Für unterwegs braucht es ein mobiles Gerät.
  • Am Ende zählt der begleitete Probealarm mit dem tatsächlichen Gerät.

Allgemeine Funktionsweise

Der Weg eines Notrufs, Schritt für Schritt

  1. Der Knopf am Körper

    Die Person trägt einen kleinen Notrufknopf am Handgelenk oder an einer Kette um den Hals. Ein Druck genügt, um Hilfe zu rufen.

  2. Die Basisstation in der Wohnung

    Der Knopf schickt ein Funksignal an die Basisstation. Sie hat Lautsprecher und Mikrofon, damit man ohne Hörer sprechen kann.

  3. Das Mobilfunknetz

    Die Basisstation baut über ihre eingebaute SIM-Karte eine Verbindung über das Handynetz auf, ganz ohne Telefondose.

  4. Die Notrufzentrale

    Dort meldet sich ein Mensch, spricht mit der Person und organisiert passende Hilfe, etwa hinterlegte Kontakte oder den Rettungsdienst.

Zwei verschiedene Verbindungen, die beide passen müssen

Für den Betrieb müssen zwei unterschiedliche Funkverbindungen funktionieren. Prüfen Sie beide getrennt:

Knopf zur Basisstation

Ein Funksignal innerhalb der Wohnung. Wände, Decken und Stockwerke können es schwächen. Wie weit es reicht, hängt vom Gebäude ab. Darum: in jedem genutzten Raum ausprobieren, auch im Bad, im Schlafzimmer und auf dem Balkon.

Basisstation zum Mobilfunknetz

Die Verbindung nach draußen über die SIM-Karte. Sie hängt vom Empfang genau am Aufstellort ab. Ein Platz am Fenster kann besser sein als eine Ecke im Flur oder ein Kellerraum.

Aufstellen, Probealarm und Stromausfall

Der richtige Platz

Gut ist ein zentraler Ort in der Wohnung, von dem aus man die Station im Ernstfall gut hört und mit ihr sprechen kann. Daneben braucht es eine Steckdose, die nicht über einen Lichtschalter abgeschaltet wird. Kabel sollten nicht quer durch den Raum laufen.

Einrichten und begleiteter Test

Nach dem Anschließen gehört ein mit dem Anbieter abgestimmter Probealarm dazu: Knopf drücken, Verbindung zur Zentrale abwarten, sprechen und hören. Machen Sie das begleitet, gemeinsam mit der betroffenen Person und aus mehreren Räumen. Lassen Sie sich auch erklären, wie spätere Funktionstests abgestimmt werden.

Bei Stromausfall

Basisstationen haben in der Regel einen Akku als Puffer. Dieser überbrückt nur eine begrenzte Zeit. Danach braucht das Gerät wieder Strom aus der Steckdose. Fragen Sie bei der Einrichtung nach, wie sich Ihr Gerät bei Stromausfall verhält.

Konkrete Angaben zu pflegetipp-Geräten

Nur zuhause oder auch unterwegs?

Die SIM-Karte in einer Basisstation macht sie unabhängig vom Telefonanschluss, aber nicht mobil. Die Station bleibt zuhause stehen. Wer auch beim Spaziergang oder Einkaufen abgesichert sein möchte, braucht ein mobiles Gerät.

  • Basic: stationäre Basisstation mit SIM-Karte, kein Festnetz und kein Internet nötig. Der Notrufknopf wird am Handgelenk oder um den Hals getragen. Für die Wohnung.
  • Kombi Notruf: Basisstation für zuhause plus Mobilteil mit GPS für unterwegs.
  • SmartWatch: Notrufuhr am Handgelenk mit eingebauter SIM-Karte und GPS. Kein Smartphone nötig.

Alle Details und Preise zu den mobilen Geräten finden Sie auf der Seite zu Kombi Notruf und SmartWatch. Was die Pflegekasse übernehmen kann, erklärt die Übersicht zu Kosten und Kostenübernahme.

Anschluss-Check

Drei kurze Fragen. Sie erhalten eine Liste der Punkte, die Sie vor Ort noch klären sollten. Das ist keine Eignungsprüfung und keine Zusage zu Kosten oder Kostenübernahme.

Datenschutz: Ihre Antworten werden nur auf dieser Seite verwendet, nicht gespeichert und nicht gesendet. Name oder Telefonnummer sind nicht nötig.

Wo soll der Notruf genutzt werden?
Gibt es am geplanten Aufstellort eine geeignete Steckdose?
Wurde der Mobilfunkempfang am geplanten Aufstellort geprüft?

Quellen und Einordnung

Die allgemeine Funktionsweise eines Hausnotrufs haben wir mit eigenen Worten beschrieben. Angaben zu Basic, Kombi Notruf und SmartWatch stammen aus unseren eigenen Produktinformationen. Preise, Reichweiten oder Akkulaufzeiten anderer Anbieter gelten nicht für pflegetipp.

Sie möchten mit Ihrer Familie besprechen, was wirklich gebraucht wird? Dabei hilft unser Familien-Check mit sieben Gesprächsfragen.

Bereit für den nächsten Schritt?

Sie gelangen zum vollständigen Online-Antrag. Voraussetzungen, Leistungen, Kosten und die mögliche Kostenübernahme werden dort geklärt.